08.01.2019

Multimediales Langzeitarchiv gesucht und gefunden: Klinikum St. Marien Amberg schenkt synedra sein Vertrauen

Mit 578 Betten, 17 Fachabteilungen und 4 Belegabteilungen deckt das in Ostbayern gelegene Klinikum St. Marien Amberg alle Bereiche der modernen, differenzierten Schwerpunktversorgung ab. Unter dem Motto Medizin. Menschlichkeit. Miteinander. haben es sich die rund 1.800 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des zweitgrößten Arbeitgebers der Region zur Aufgabe gemacht, die Lebensqualität ihrer Patientinnen und Patienten zu verbessern und ihnen die bestmögliche pflegerische und medizinische Versorgung zuteilwerden zu lassen.

Eine Anforderung, die allerdings nur in Kombination mit einer adäquaten IT-Infrastruktur zufriedenstellend erfüllt werden kann. Bis ins Jahr 2014 gab es für die im Klinikum St. Marien Amberg generierten Daten keine einheitliche Datenhaltung. Das bis dahin genutzte elektronische Patientenaktenarchiv DMSPRO-MED war zudem rein auf die Archivierung von Dokumenten ausgelegt und wurde nicht mehr weiterentwickelt. „Eine Situation, die für uns so nicht mehr haltbar war", erklärt Andreas Winter, Projektleiter vonseiten des Klinikums und Mitglied des IT-Teams. „Zielführend schien uns eine elektronische Patientenakte, in der alle Daten, die ein Patient während seines Aufenthalts in der Klinik generiert, verfügbar sind. Entsprechend sollten die Daten unabhängig vom Entstehungsort und vom Format in einem System archiviert werden können", so der Projektleiter.

Auch teils fehlende Schnittstellen zwischen Subsystemen und dem führenden Krankenhausinformationssystem beschäftigten das krankenhausinterne IT-Team. Nutzerinnen und Nutzer gelangten erst nach einer zusätzlichen Authentifizierung und einem manuellen Aufruf an die benötigten Daten. Der Einsatz verschiedenster Verfahren und die Nutzung zahlreicher unterschiedlicher Systeme hatten zur Folge, dass die Anwender stets zwischen Applikationen zur Dokumentation und Betrachtung hin und her wechseln mussten.
Mit einer Ausschreibung für ein „Multimediales Langzeitarchiv" begab sich das Klinikum im Frühling 2014 dann auf die Suche nach einer Lösung, die diesen Bedürfnissen am besten gerecht werden würde.

Ein Archiv für alle Daten

Fündig wurde das Klinikum beim österreichischen Medizin-IT-Unternehmen synedra. „Überzeugen konnte uns vor allem die komplette Funktionalität der von synedra angebotenen Lösung", nennt Andreas Winter den ausschlaggebenden Grund für die Entscheidung. Auch Johannes Fellner, Kaufmännischer Geschäftsführer von synedra, ist überzeugt: „synedra hat das in technischer Hinsicht treffendste Konzept vorgelegt und sich so gegen namhafte deutsche und internationale Konkurrenz durchsetzen können." Mit synedra AIM, synedras Healthcare Content Management Platform, können nun alle Daten des Klinikums – von medizinischen Dokumenten über Bilder, Videos und EKGs bis zu DICOM-Daten von bildgebenden Systemen – zentral in einem Archiv gespeichert und im gesamten Klinikum aus dem KIS aufgerufen werden. Im Zuge des Projekts wurden dafür zunächst die rund 2,5 Mio. Dokumente aus dem bisherigen Patientenaktenarchiv in synedra AIM migriert. Eine der Herausforderungen lag dabei in der korrekten Fallzuordnung der Altdatenbestände. Realisiert wurde diese durch eine schrittweise Migration basierend auf festgelegten Migrationsregeln und einem Tool, das importierte XML-Dateien erkennt und so die Zuordnung zu den Patientenstammdaten ermöglicht, die schon im Vorfeld über eine HL7-Schnittstelle vom KIS an synedra AIM übertragen wurden.

Das in Ostbayern gelegene Klinikum St. Marien Amberg deckt als zweitgrößter Arbeitgeber der Region alle Bereiche der modernen, differenzierten Schwerpunktversorgung ab

Unter dem Motto Medizin. Menschlichkeit. Miteinander. werden jährlich über 39.000 PatientInnen von rund 1.800 MitarbeiterInnen versorgt

Papierakte ade

„Eine weitere Herausforderung war es, den kompletten Scan-Workflow von DMSPRO in unserem Produkt abzubilden, um DMSPRO schließlich ablösen zu können", erläutert Philipp Leibig, Projektleiter seitens synedra. Mithilfe eines eigens entwickelten Scanning-Moduls konnte auch diese Anforderung erfolgreich umgesetzt werden. Andreas Winter: „Die Barcodes auf den einzuscannenden Dokumenten werden nun besser erkannt. Auch durch die von synedra bereitgestellte Indexierungs-Lösung geht der Scanprozess schneller vonstatten, was die Arbeit für das mit dem Akten-Scanning betraute Klinikpersonal deutlich erleichtert." Als Schritt hin zum papierlosen Krankenhaus setzt das Klinikum St. Marien Amberg nun auch vermehrt auf das Ad-hoc-Scannen und Archivieren von Patientenunterlagen, die während des Behandlungsprozesses entstehen. Der Vorteil dieser Arbeitsweise liegt auf der Hand: Die Nutzerinnen und Nutzer können nun sofort und krankenhausweit Studien direkt aus dem KIS in synedra View, dem performanten und universell einsetzbaren Viewer von synedra, öffnen und dort die digitale Patientenakte einsehen, ohne auf die Papierakte zurückgreifen zu müssen.

Zukunftssicher dank IHE-Konformität

Bereits seit mehreren Jahren finden in Deutschland Bestrebungen statt, die Implementierung einer nationalen Gesundheitsakte voranzutreiben. Eine weitere Forderung des Klinikums St. Marien Amberg lautete daher IHE-Konformität der Lösung. Das Ziel von IHE (Integrating the Healthcare Enterprise) ist Interoperabilität zwischen IT-Systemen im Gesundheitswesen, dem sich auch das Klinikum verschreibt. Als Unternehmen, das in Österreich und in der Schweiz schon zahlreiche IHE-konforme Anbindungen an nationale Gesundheitsakten umsetzen durfte, kann synedra dementsprechend fundierte Erfahrung auf diesem Gebiet vorweisen.
Gleichzeitig trägt das Klinikum mit der Lösung von synedra der europaweit geltenden Datenschutzgrundverordnung Rechnung. Über ein flexibles und leistungsfähiges Benutzer- und Berechtigungssystem können Zugriffe auf Patientendaten unabhängig vom KIS gesteuert werden. „Ein Nutzer darf die Patientenakte eines Patienten nur dann sehen, wenn er diesen Patienten auch im KIS aufrufen darf. Mit den bisherigen Systemen war ein derartiges Berechtigungssystem gar nicht abbildbar", erklärt der Projektleiter des Klinikums.

synedra und Amberg - ein gutes Team

Mit synedra AIM gestalten sich die Workflows für die Nutzerinnen und Nutzer in St. Marien Amberg nun effizienter und schneller – mit positiven Auswirkungen auf die Zufriedenheit in der Belegschaft. Zufrieden zeigt sich auch Andreas Winter mit der Zusammenarbeit zwischen dem Klinikum und dem Team der synedra, das durch seine kollegiale und kompetente Art bereits in der Ausschreibungsphase punkten konnte. Eine reibungslose Zusammenarbeit mit dem Klinikum attestiert auch Philipp Leibig: „Alle auf Kundenseite am Projekt beteiligten Personen waren hochmotiviert und kompetent, was die Arbeit für uns erheblich leichter machte."

Doch nicht nur auf dieser Ebene war das Projekt ein voller Erfolg. „Mit dem Klinikum St. Marien Amberg konnten wir unsere Marktposition in Deutschland und besonders in Bayern ausbauen. Zudem wird von Klinikseite derzeit die Umsetzung weiterer Projektschritte, wie der Realisierung eines Zuweiserportals zur Anbindung externer Zuweiser über synedra Web oder eines Befundgenerators zur einfachen Befunderstellung direkt in synedra View, evaluiert", freut sich Johannes Fellner, der einer weiteren Zusammenarbeit mit dem Klinikum erwartungsvoll entgegenblickt.

 

https://www.klinikum-amberg.de/

Auf dem Weg hin zum papierlosen Krankenhaus setzt das Klinikum neben eines eigens entwickelten Scanning-Moduls auf eine Indexierungs-Lösung von synedra

Das Einlesen von mitgebrachten Patienten-CDs und -DVDs wird im Klinikum St. Marien Amberg durch den Einsatz von synedra Disk Import Boxen beschleunigt

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